Unsere re:nature Vision

Wir träumten erst nur von einem re:nature Ort in der Schweiz.
Jetzt weitet sich die Vision hin zu einem Netz von vielen Orten -
Da wo du bist ist re:nature.

Der Natur und dem indigenen Erbe Europas verpflichtet.

In den vergangene Monaten gaben wir der Idee Raum, dass das re:nature institut nach 15 Jahren in Norddeutschland in die Schweiz zurückkehrt und einen re:nature Campus entsteht. Diese Idee brachte eine große Idee zum Sprudeln: kein einzelner zentraler Ort, sondern die Anwendung von re:nature an vielfältigen Orten.
 
Der Sommer 2026 eröffent Klarheit über diese zwei Ebenen der Vision und die jetzige Gewichtung: Die große Vision einer Community von „re:nature dort wo du bist“ hat viel Feuer. Und der Teil der Vision, zum jetzigen Zeitpunkt nach einem Ort in der Schweiz zu suchen, wandelte sich in „erst dort, wo wir sind, ganz sein. Und dann weitersehen“. Damit bleibt weiterhin alles offen, was die Zukunft bringen wird – auch die Möglichkeit eines re:nature campus in der Schweiz. Aber alles ohne Druck. Und im neuen Bewusstsein, dass an unserem jetzigen Standort in Beseland fast alles von der Vision eines re:nature campus gelebt wird. Wir wussten es nur noch nicht…
 
Wer den Entstehungsprozess unserer Vision bereits mitverfolgt hat, kann diesen neuen Differenzierungs- und Klärungsprozess in unserer fortlaufenden Geschichtserzählung in Teil 7 (s.u.) mitverfolgen.
 

Über die große Vision einer re:nature Bewegung mit ihren vier Positionen der Mitgestaltung

Das Herzstück des re:nature-Ansatzes ist der re:nature-Kompass — ein Jahreszeitenmodell, das die vier Qualitäten des Jahresrades als Orientierung für Wandel zugänglich macht.

Wenn wir die Vision einer re:nature-Bewegung in dieses Orientierungsrad legen, ergeben sich vier Positionen mit einer gemeinsamen Ausrichtung:

⚫ WINTER — Quelle
Die re:nature Vision

Die Vision ist die Verlebendigung Europas durch sein indigenes Erbe, die 5 indigenen Lebensprinzipien und der re:nature-Kompass als Landkarte der Natürlichen Ordnung. Denn unsere turbulente Zeit braucht mehr-als-menschliche Orientierung.

⚪ FRÜHLING — Neugierde
Forschung und Ausbildung

Das re:nature institut forscht und bildet aus am re:nature Campus – einer Akupunkturnadel für europäisches indigenes Wissen, naturverbundenes Wirtschaften und think- und feeltank für die Zukunft. Im Moment ist dieser Ort unser jetziger Standort in Norddeutschland. Weitere/andere Standorte bleiben offen.

🔴 SOMMER — Manifestation
Anwendung und Öffentlichkeit

An vielen dezentral organisierten re:nature-Orten manifestiert sich die menschliche Renaturierung: Organisationen, Initiativen, Anwender:innen, re:nature-Partnerorganisationen. Dafür brennen wir.

🔵 HERBST — Dank
Wertschöpfung und Ausgleich

Noch zu schaffende neue Formen von Unterstützung ermöglichen zukünftig noch viel mehr die Verbindung von Wertschenkenden, Ermöglicher:innen, Förder:innen, Unterstützer:innen mit der Vision (Winter) und den vielfältigen Manifestationen von gelebtem re:nature (Sommer).

Mitmachen

Große Vorhaben entstehen, wenn die Richtigen zusammenfinden. Alle können Teil der re:nature Vision werden:

  • Als Förderer:in oder solche, die Wissen einspielen können, wie man Förderung naturzyklisch und gemeinschaftsgetragen organisieren könnte
  • Als Netzwerkbotschafter:in (Orte, Kontakte, Möglichkeiten)
  • Als Partner:in (Wirtschaft, Bildung, Gemeinschaften, Initiativen)
  • als Umsetzer:in am eigenen Ort mit eigenen Ideen
  • und natürlich als Naturwesen aller Landschaften. Die natürlichen Mitwesen sind die wichtigsten Player im Visionieren einer verbundenen Zukunft.

Wir freuen uns auf Ideen, Austausch, Kontakt, Vernetzung
→ Kontakt: vision@renature-institut.org

Eine ansteckende Inspiration

Unser Visionspapier

In diesem ursprünglichen Visionspapier von Juni 2026 findest du noch eine Mischung beider Teile der re:nature Vision: ein Ort in der Schweiz und die Vision einer re:nature Bewegung. Ab September 2026 geben wir der großen re:nature Vision Energie und Kraft,  die Suche nach einem Ort in der Schweiz pausieren wir. Wir leben das darin Visionierte noch bewusster am jetzigen Lebens- und Wirkungsort des re:nature instituts in Norddeutschland (s.u.) und nutzen den Freiraum dort, um Neues auszuprobieren.
 

Geschichte eines natur-co-kreativen Entstehungsprozesses

Wie entsteht eine Vision nach re:nature?

Alles, was neu entsteht, entsteht nach natürlichen Gesetzmäßigkeiten.

Der re:nature – Kompass gibt auch uns in unserem Projektentstehungsprozess Orientierung.
 

Das Rad der Entfaltung

Was erzählt uns die Natur über Frühling und Kreativität und Entstehen? Wie leitet die Landkarte des re:nature Kompass mit dem Rad der Entfaltung ein Projekt?

Mit dieser ehrlichen Geschichte schenken wir dir angewandtes re:nature Wissen: Wie gibt uns der re:nature Kompass bereits unterwegs im Gehen Orientierung? Wie sind wir im ständigen Dialog mit inneren Welten und äußeren mehr-als-menschlichen-Wesen ? Wie sehr können wir auch eigene Ideen wieder loslassen, weil tiefere Klarheit die nächsten Schritte formt?
Vielleicht inspiriert dich ja unsere und – für jene, die mit uns aktiv unterwegs sind – auch deine Geschichte…
Teil 1: Wie alles Begann

Überrumpelt und nix wie weg

Projekte entstehen nie aus dem nichts, so wie kein Frühling ohne vorangegangen Winter und Herbst existieren könnte.

Deswegen ist der Anfang einer Projektidee immer interessant: Ist ein Wollen der Ausgangspunkt? Oder eine Erschütterung? In unserem Fall zweiteres. Wir haben seit 2013 das re:nature institut mit eigenem Haus und Seminarbetrieb in Norddeutschland aufgebaut und sind nun endlich fertig mit allen Renovierungsarbeiten. Da passieren im September 2025 plötzlich „herbstliche Dinge“. Ursula besucht in der Schweiz ihre zwei erwachsenen Töchter und ist voller Liebe, Dankbarkeit und Trauer, so weit weg von ihnen zu wohnen. Zeitgleich schlägt die Anzeige der Nachbarin mit der Konsequenz, dass alle drei Bauwagen auf dem norddeutschen Grundstück entfernen müssen, wie eine Bombe ein. Der Herbst sagt unerbittlich: Es wird hier nicht so bleiben können, wie wir es aufgebaut haben. Was tun, fragen wir den Herbst? Ehrlich hinschauen. 

Das tun wir mit einem Freund, der als Geomant die Verbindungen und Themen der Menschen an einem Ort mittels Aufstellung aufdeckt und in eine heilsame Richtung bewegt. Viele unserer Themen und Ängste kommen buchstäblich anhand aller möglichen Schleichtierstellvertreter auf den Tisch. Neue Kräfte würden dann Einzug halten, wenn von den Bewohner:innen ein klares Ja für den Ort da sei. Ursula hebt den Finger und meint, dass sie dann der Vollständigkeit halber die Schweiz auch mit aufstellen müsse. Das war dann der Anfang vom Ende… Viele Tränen mit einem Durcheinander von Heimweh, Erleichterung und Sehnsucht brechen sich Bahn. Und auch David spürt am Schweizer Platz viel Weite und Offenheit. 

Hilft nichts. Wenn solche Wahrnehmungen da sind, sind sie nun mal da. Drei volle Monate haben wir gebraucht, um uns überhaupt einzugestehen, dass diese Gefühle da sind. Um überhaupt das Denken so zu weiten, dass ein Umzug möglich wäre. Um zuzulassen wie dumm und widersinnig ein Wegzug von diesem Paradies wäre… Der Raum des Winters, der absoluten Offenheit, der unendlichen Weisheit, des „Dein-Wille-geschehe-wenn-es-denn-sein-soll“, der Raum des gesamten geistigen Potenzials ging auf. Die ganze Ladung an Nicht-Wissen und Hingabe. Buchstäblich fassungs-los.

Teil 2: Das erste Bier

Unerwartetes Zusammenfügen zum Kernteam - die Schweiz ruft

Im Winter keimen die Samen. Umstände fügen sich. Wurzeln werden gebildet. Ideen kommen am 1.2. „ans Licht“. Am Anfang waren es also nur ein Gefühl und ein Wunsch, noch kein Projekt.

Ursula arbeitet in Zürich bei Transa und trinkt mit Daniel Humbel, CEO Transa, ein Feierabenbier. Und die beiden vertrauen sich ihre Gefühle und Wünsche an. Irgendwie haben sie miteinander zu tun. Weitere Gespräche folgen zu dritt mit David, und dann zu viert mit Rapha. Beim ersten Bier im kleinen Kreis wird klar: Die keimende Idee eines re:nature-Campus betrifft uns alle vier. Niemand versteht, warum die beiden plötzlich involiert sind. Sie selbst am wenigsten. Aber wenn ein Funke blitzt, dann folgt man seinem Leuchten. 

Und so folgen viele Gespräche, erste interne Formulierungen zu einem möglichen Projekt. Und die Frage wird immer klarer: Geht es hier nicht allein um Ursulas Heimweh, sondern ruft die Schweiz und bietet für re:nature mehr und andere Möglichkeiten als in Norddeutschland? Könnte ein Campus hier wie eine Akupunkturnadel für Europa werden, ein Inspirationsort für viele weitere re:nature-Orte in vielen Landschaften? Ist die Schweiz und der Alpenraum mit den noch zugänglichen Bräuchen nicht nur der Forschungsursprung für den re:nature-Ansatz (Ursula wohnte und forschte von 1995 – 2013 in der Zentralschweiz), sondern eben ein fruchtbarer Boden für die Verlebendigung des indigenen europäischen Erbes, weil weniger traumatisiert durch das Dritte Reich und heutige Rechte wie in Deutschland oder Österreich? Ist die langjährige Zusammenarbeit mit Transa Backpacking AG der Ausgangspunkt für weitere Vernetzung und Entfaltung?

Zum Jahreswechsel im Skiurlaub erzählen Ursula und David ihrer Freundin Susanne Ilg (auch in re:nature ausgebildet) von der Vision eines campus – in Form eines kleinen Impro-Theaterstücks. Susa liegt in der Nacht wach, nimmt den Bleistift und zeichnet ein Bild mit Häusern, und Scheune, und Brunnen, Bergen, Streuobstwiese… Das erste Bild entsteht. Und wenn schon eine neue Form, dann auch anders als bisher. Gemeinschaftsgetragen zum Beispiel. Denken können wir das noch nicht richtig. Aber Susas Bild bewegt uns. Denn Bilder sind in diesem Übergang vom 1.2., vom geistigen Winter in den Früh-Frühling stärker als Worte. Poesie ist die Grundlage für Projekte.

Teil 3: ein erster Ort - war es nicht

Beschleunigung und Verlangsamung

Der Frühling spielt sein eigenes Spiel. Warme Tage wechseln sich mit Wintereinbrüchen ab. Was sich harmlos anpirscht, kann plötzlich Gestalt annehmen. Man weiß nie, wo man sich befindet…

Wenn eine Vision wirklich „stimmt“, dann kann es im Frühling plötzlich schnell gehen. Das gibt es. Aber man weiß es erst hinterher, wenn man den Zeichen gefolgt ist. Und so tauchte pünktlich auf den 1.2.2026 eine Liegenschaft auf am Bielersee, die alles zu haben schien, was wir uns erträumten. Anders als in Susas Zeichnung, kein altes Bauernhaus, sondern eine Uhrenfabrikantenvilla. Aber Alleinlage, am Waldrand, mit Blick auf den See, groß genug für einen kleinen Gästebetrieb und einige Wohneinheiten. Also nix wie hin. Könnte es sein, dass der Campus auch ein Statement sein könnte? Land dem Kapitalistischen System zu entziehen, gemeinschaftlich zu erstehen und dann sich selbst zurück zu schenken? Zu viert erfuhren wir uns zum ersten Mal als Team, erkannten die Vorzüge in den Gesprächen mit Makler und dem Chef des lokalen Bauamtes. Ursula musste zum ersten Mal öffentlich dem Berner Kantonsjuristen erklären, welche Weisheit in unserem europäischen indigenen Erbe liegt. Sollte er nicht so viel verstanden haben, sei ihm verziehen, Ursula schwitzte und stotterte auch vom Feinsten… Es war zu diesem Zeit unklar, ob diese erste Liegenschaft bereits die Frühlingsschwelle markierte und wir zack in der Phase der Verwirklichung landeten? Oder ob diese erste konkrete Liegenschaft uns nur über die Schwelle des 1.2. hievte. 

Auf den Fuss der Aufregung folgte die Ernüchterung. Und damit war klar: es war „erst“ der 1.2. in unserem Projektprozess. Die Schweiz verfügt nämlich über eine detaillierte und für unsere Vision unvorteilhafte Zoneneinteilung. Landschaftszone geht nicht, dafür muss man Bauer/Bäuerin sein. Wohnzone geht nicht, hier darf man kein Gewerbe betreiben (so wie bei der Liegenschaft am Bielersee). Und gemischte Zonen Wohnen und Arbeiten liegen in den Kernzonen der Siedlungen, die für unsere Arbeit im Wald aber nichts hergeben… Erschöpft und mit hängenden Köpfen zogen wir also wieder aus Biel ab. Aber wir kannten den Frühling: Er hat immer ein Geschenk bereit, wenn auch meist anders als gedacht: Wir vier wussten danach mehr über uns und unsere Idee. Biel schliff unseren Edelstein zum ersten Mal und schweisste uns zusammen. Es sollten noch viele folgen. Außerdem half uns Céline Fitzé bei der Kinderbetreuung (auch in re:nature ausgebildet), viele inspirierende Gespräche schärften die Vorstellung über die Campus-Gemeinschaft und das, was ein Team vor Ort trägt oder eben nicht tragen sollte. Und Dani aktivierte für die Besichtigung in Biel Pascal Angehrn, Er ist Mitglied der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates beim bekannten Schweizer Architektur- und Planungsbüro baubüro in situ.

Ob der re:nature-Campus auch ein architektonisches Statement sein könnte? Nachhaltigkeit beim (Um-)Bau nebst Erforschung des Zusammenspiels von Mensch und Landschaft und ritueller Gemeinschaftsgestaltung…?

Teil 4: GEHT VISIONIEREN AUCH GEMEINSAM?

online-Treffen mit 60 Menschen und ihren Landschaften

An der Schwelle vom 1.2. bekommen die Pflanzen ihre erste Gestalt. Man sollte dann nicht an ihnen ziehen. So ist es auch mit Visionen.

Normalerweise ist die Früh-Frühlingsphase eines Projektes sehr intim und sehr verletzlich. Denn hier braucht die Phantasie viel Spielraum. Der Realitätscheck kommt dann erst zur Schwelle der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche. Man sollte seine ersten Ideen mit ausgewählten Menschen teilen, die Kenntnis vom Visionieren haben und den Raum eher öffnen als zu früh schließen. Gleichzeitig beinhaltete unsere Vision das gemeinsame Unterwegs-Sein mit einer Gemeinschaft von vielen Menschen, die unsere Arbeit schon lange begleiten – als Teilnehmende unserer Seminare, Ausgebildete, Buchleser:innen oder Newsletterempfänger:innen. Eine Gemeinschaft, die noch nichts von sich als Community weiß, weil noch nie als das angesprochen und vernetzt. Normalerweise wird diese Community erst dann angesprochen, wenn die Vision ausformuliert ist und es um die Finanzierung des Projektes geht. Das wollten wir aber nicht. Re:nature bedeutet immer auch, neue Wege zu gehen. Und was wäre, wenn bereits viele Menschen in unserem Umfeld mit Visionieren vertraut wären? Was wäre, wenn nicht nur David und ich in Ritualen die Natur und die geistige Dimension um Unterstützung bäten, sondern es ganz viele tun würden? Wenn die Landschaften und die Jahreszeit des Frühfrühlings selbst mit dabei wären in unserem Entstehungsprozess? Wir könnten es ja einfach ausprobieren…

In einem Ausbildungsmodul lehrten wir kollektive Naturgänge für ein Projekt, indem wir für den Campus in die Natur ausschwärmten. Das gemeinsame Bild war poetisch und symbolisch aussagekräftig: Der Campus ist klein, fein, schlicht, ästhetisch, es gibt viel Leerraum, das Wesentliche ist nicht sichtbar oder gestaltbar, sondern geschieht als Klang dazwischen, es gilt das Feuer zu hüten, das Wasser rein zu halten und in der Mitte von allem steht das lebendige Weiterreichen der europäischen indigenen Tradition.

Dann weiteten wir den Kreis und luden mit dem Newletter des 1.2. alle Interessierten zu einem online-Austauschabend mit vorgängigem Naturgang ein. Die Resonanz war überwältigend. 60 Personen schalteten sich zu. Wir teilten uns in Untergruppen auf, sodass alle ihre Naturgangerfahrung teilen konnten. Einige Ausgebildete leiteten die Kleingruppen und brachten die Erkenntnisse ins Plenum zurück. Ursula wob daraus eine kollektive Geschichte. Poesie in Klarheit – ganz andere Menschen und Landschaften, und gleichwohl sehr ähnliche Erkenntnisse wie in der Ausbildungsgruppe zwei Wochen zuvor… Noch lange bevor ein Projekt manifest wird, wird auf diese Weise der Bedeutungsboden gelegt, werden die Leitplanken wichtiger Werte und manchmal schon konkrete Ideen sichtbar. Frühfrühling: noch nicht in die Höhe schießen, sondern geistige Bodenarbeit machen!

Wer die kollektive Geschichte lesen möchte, kann sie hier gerne nachlesen

Teil 5: ERste Entfaltungskrise

Wenn es klemmt, dann steck den Finger ganz in die Wunde...

Der Frühling ist wild. Da ist es im Februar und März schon warm und die Blumen sprießen, dann halt plötzlich der Frost wieder alles in seinen Klauen und zwingt zum Innehalten und Wurzeln stärken. So lehrt es uns der Frühling auch in Projekten.

Nachdem wir uns von der Aufregung und dem Aufwand rund um Biel erholt hatten, setzten wir unsere Gespräche zu viert fort. Es war klar, dass David und Ursula als Quellpersonen der Campus-Idee das Konzept formulieren mussten. Damit Dani und Rapha in der Schweiz mit konkreten Menschen sprechen konnte. Wir wollten uns immer wieder dran setzen. Und alles andere war wichtiger und notwendiger. Irgendwann ist dies zu bemerken: aha, der Frühling spielt sein Spiel. Auch wenn genug Wissen da ist und der Druck für die Konzeptformulierung steigt, geht irgendwie nichts vorwärts. Die Ausrufezeichen im Bild signalisieren einen Appell an die Disziplin. Aber die Energiekurve ging runter. In einem guten Team hat man dann kein schlechtes Gewissen, sondern teilt diese Tatsache. Und die anderen reagieren mit Verständnis oder sind gar froh, dass immer noch Wintereinbruch herrscht, weil es auch bei ihnen so viel anderes zu tun gilt. Das Leben fordert uns alle grad. Nun gut, wenn es schon nicht aufwärts geht, dann lass uns nochmals richtig „Winter machen“. 

Das bedeutete, dass Rapha als „eingeborener Schweizer“ zu einem Naturgang aufbrach und sehr berührende Hinweise aus der Begegnung mit seinen Ahnen und und seiner Landschaft machte. Im Fluss sein, am Fluss. Eine Mühle tauchte auf. Zeichen, die wir zu diesem Zeitpunkt einfach nur sammeln. Und meditieren. Irgendwann werden sie wichtig.

David und Ursula nahmen sich eine Woche zum Visionieren. Setzten sich zusammen, teilten Freud und Leid, Kummer und Liebe, Ausrichtung und Wünsche, Bedürfnisse und Traumata. Redeten erstmal nur über sich ganz persönlich. Und ganz leise, wie nebenbei, wob sich dabei der Faden nochmals zurück in die Offenheit der Winterphase, wo sich alles erst auflöste, bevor der Keim der Idee sich bildete. Vielleicht sollten wir gar nicht weggehen? Sondern das Erschaffene hier genießen? Ist die Vision vielmehr Illusion? Erliegen wir mit ihr unseren Mustern und wiederholen, was uns eigentlich am vollen Leben hindert? Oder mit welchem Teil der Vision heben wir uns über bisherige Muster hinaus? Ist unser Platz am Rand der Sache, alles haltend (da wurde es uns schwer ums Herz)? Oder ist unsere Position genau in der Mitte der Vision (was ziemlich viel Mut kosten würde)? Fragen zulassen machte den Frühlingsraum wieder weit…

Wenn es nicht gleich läuft, dann ein Innehaltenloop. Verlangsamen, tiefe Gespräche.

Dann Konzept klemmt. Eine Visionswoche zu zweit. Frieden mit dem was war. Beschleunigung danach: es purzelt, was es nicht ist udn sein könnte (Verkleinerung, , Campus des re:nature instituts, Ort ist einfach und klein- Bewegung ist komplex). 

Erste Gespräche z.B. mit Daniel Freitag. Gegenseitige Inspiration, „Gespräch an der Kreuzung“ – die Zukunft wird ganz anders, neue Möglichkeiten denken. 

Teil 6: Konzeptformulierung - coming out

Schlottern und Stolz - und es muss längst nicht perfekt sein

Die Schwelle der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche bringt die Energie von der geistigen unteren Hälfte in die obere Hälfte der Manifestation. Was formuliert sich, wenn wir wirklich mal formulieren, was schon da ist?

Inzwischen waren wieder zwei Monate vergangen. Im newsletter zum 1. Mai kündigten wir einen Sondernewsletter im Juni an und luden zu einem weiteren online-Austauschabend auf den 17.6. ein. Aber die Konzeptarbeit ging nur schleppend voran. Oberflächlich gesehen.  Unterirdisch war buchstäblich der Bär los. Erstens prozessierten wir fleissig unsere eigenen Themen. Zweitens bedeutet das Formulieren des Konzeptes auch eine Schärfung unseres re:nature – Ansatzes und die Präzisierung dessen, was wir immer schon sagen wollten, aber bisher noch nie auf den Punkt brachten (so dass auch der Kantonsjurist in Bern es verstehen könnte). Und drittens brauchten wir Ruhe udn Anbindung an die natürliche und geistigen Kräften, was in einem dichten Alltag mit Kleinkindern nicht nur einfach ist. Aber während der eigenen Visionssucheleitung möglich wurde. Vier Tage und Nächte sind wir dann selbst am Waldrand udn hüten für die Teilnehmenden, die alleine und fastend im Wald verweilen, das Basislager. Wenn alles gut geht, gibt es nicht viel zu tun. Und so nimmt der Wald und das Ritual auch und Leitende nach und nach in einen intimen Verbindungsraum mit der mehr-als-menschlichen-Welt ein. Im Welchsel zwischen David und Ursula formuliert sich das Konzept, zwischen dem Gesang des Pirols im Baum über dem Zelt und klugen Rückfragen der KI, die es nicht einfach hat, mit nur einem Balken Internet bis zu uns im Wald vorzudringen. Aber die kollektive Weisheit auf allen Ebenen hilft. Und an der Schwelle ist dann schließlich wirklich der Bär los. Mit seiner Trommel steht er unter den Bäumen und trommelt für das Leben udn die Visionen für eine lebendienliche Zukunft der Teilnehmenden und aller Prozesse, die dieses Jahr Wirklichkeit werden wollen. Wer selbst Rituale feiert, und vor allem solch große wie die Visionssuche, weiß um die Wirkung von Ritualen. Und wie sie plötzlich vn innen her Räume öffnen, die vorher nicht zugänglich waren. So kamen also auch wir mit einer Perle aus dem Wald zurück. In der Tasche ein Konzept. Und viel Demut und einer Verneigung vor den großen Kräften, die unser Leben leiten. 

Und dann will es geteilt werden, zuerst im Team. Dani war unerbittlich. Er forderte, dass wir nicht nur über unsere Vision schreiben, sondern auch zeigen, was bereits erforscht, publiziert, formuliert und ausprobiert wurde. Das ganz radikal Neue ist ja bereits seit mehr als 20 Jahren erprobt… Ein schöner freundschaftlicher Austausch mit dem Visionär und Unternehmer Daniel Freitag, der 1993 zusammen mit seinem Bruder Markus das erste Upcycling betrieb und Taschen aus alten LKW-Planen herstellte. Gegenseitige Inspiration hinterließ in uns die Freiheit, dass wir noch nicht genau wissen müssen, wie unser Projekt sein soll. Sondern dass wir jedes Gespräch dazu dient, den Edelstein weiter zu schleifen. 

Zu später Stunde standen danach Dani, David und Ursula an einer Kreuzung mitten in Zürich. Eine neue Tiefe von Austausch über verrückte Zukunftsideen ging auf. Vielleicht wird ja in den nächsten Jahren alles nochmals ganz anders als wir jetzt vorausdenken. Das Gespräch geht als legendäres „Gespräch an der Kreuzung“ in unsere Erinnerung ein. In der Nacht danach schärft sich das Projekt nochmals und der Morgen bringt die Weisheit: es ist wirklich kein Transfer unserer Arbeit von Deutschland in die Schweiz, sondern eine radikale Transformation. Egal wo wir am Ende wirken werden.

Im Projektverlauf sind wir jetzt an der Frühlings-Tag-Und-Nacht-Gleiche udn zeigen her, was inzwischen gereift und gewachsen ist. Wir schlottern noch gewaltig, denn Visionen müssen per se größenwahnsinnig sein. Die Realität schleift sie dann schon noch zurecht. Aber sich damit zu zeigen ist ein anderes Ding, das braucht ordentlich Mut. Was wenn keine Resonanz darauf entsteht? Was wenn uns alle für verrückt erklären? Was wenn wir eine Welle von Inspiration auslösen und anderen Mut geben? Wir werden es nicht wissen, wenn wir nicht aus dem Stottern in die ersten klaren Formulierungen übergehen.

Das haben wir jetzt geschafft. Der erste Projektentwurf liegt vor. Du kannst ihn hier lesen
Er darf mit den Vögeln in die Welt fliegen. Weil er nicht perfekt sein muss. Im Gegenteil. Durch alle Resonanzen und Rückmeldungen wird das Projekt weiter wachsen. Ob es in die Welt kommt, ist dabei sowohl ungewiss wie auch unerheblich. Die Freude allein zählt. 

Teil 7: INNEHALTEN UND ÜBERRASCHENDE WENDE

Die Schwelle prüft, was taugt und was nicht, was dran ist und was nicht... Zurück zum Ursprung bringt Klarheit

Der Sommer 2026 war reich – reich an Gesprächen, die wir Anfang Juli in Zürich mit verschiedenen Menschen geführt haben. Wir zeigten unterschiedlichen Menschen unser Konzept und lauschten auf ihre Resonanz. Und er war reich an Distanznahme durch unseren Sommerurlaub. Vier Wochen Fahrrad an der Küste der Bretagne. Und zurück kamen wir mit überraschender Klarheit: Die große Vision hat Feuer, der Ort in der Schweiz (noch?) nicht. Wir besinnen uns auf das, dass wir schon einen Campus-Ort haben, an dem das Visionierte ja schon lebt! Und der uns den Freiraum gibt, viel Ideen erstmal auszuprobieren.

Eintrag von Anfang September 2026:

In einem selbstgewählten „Gesprächs-Marathon“ Anfang Juli in Zürich mit ganz unterschiedlichen kreativen Menschen aus Wirtschaftsforschung, nachhaltigem Unternehmertum, alternativer Bildung und naturnaher Hospitzbewegung erfuhren wir viel Resonanz auf unser Visionspapier. Wir haben erst beim Vorstellen unseres Visionspapiers so richtig verstanden, dass unsere Vision eigentlich zwei Teile hat: einmal die große Vision einer re:nature Bewegung: viele Menschen setzen die Renaturierung von Mensch und Organsationen an IHREM Ort um. Ein inspirierendes Netzwerk entsteht (siehe dazu die obige Grafik mit den unterschiedlichen Positionen im Rad). Das re:nature institut ist dabei Quelle, Forschungraum und Ausbildungsinstitut.

Der zweite Teil der Vision betrifft einen ganz konkreten Ort in der Schweiz als re:nature Campus, Lebens- und Lernort, angebunden an den Ursprung unserer indigenen europäischer Forschung in der Schweiz. Dieser Teil der Vision hatte aber in den Gesprächen nicht so viel Resonanz: Wollt ihr wirklich soviel Energie in „Beton“ stecken, soviele (auch finanzielle) Ressourcen auftreiben und binden? Der Erfahrungsbericht eines ähnlichen Projektes zeigte: Langer Atem, viele behördliche Hürden und die Konfrontation mit einer strikten schweizerischen Zonenplanung wären zu meistern. Ja, es könnte klappen, wenn die Vision stimmt und sehr klar ist. Aber bräuchte re:nature nicht vielmehr ein Büro in Zürich Downtown? Müsste re:nature nicht vielmehr zu den Menschen, als die Menschen in ein abgelegenes Seminarhaus, von denen es doch schon so viele gibt? Ist re:nature nicht vielmehr ein Prozess? Lebt ihr nicht eigentlich schon alles an eurem Ort in Beseland/Norddeutschland?

Sehr offen gingen wir dann mit all diesen Fragen im Gespäck in den Urlaub – und dachten erstmal zwei Wochen gar nicht darüber nach. Danach, im meditativen Fahren (die Landschaft fällt ja beim Fahrradfahren so zauberhaft ins Herz hinein…), da war Raum, nochmals innerlich ganz an den Anfang zu gehen. Denn die Gesetzmäßigkeit des Lebensrades sagt: Wenn eine Vision im Entstehungsprozess nicht mit Schwung über die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche fliegt, dann muss man nochmals hinabsteigen ganz zum Ur-Impuls. 

Ja, ganz am Anfang des Impulses, in die Schweiz zurückzukehren, stand für Ursula die Sehnsucht nach mehr familiärer Nähe zu ihren Töchtern und den vielleicht zukünftigen Enkelkindern. Erst danach, in den Gesprächen mit Dani und Rapha, nahm auch das berufliche Visionieren für ein Wirken an einem re:nature Campus in der Schweiz Fahrt auf. Wenn wir diese Reihenfolge ernst nehmen, ist ja logisch, dass (noch) kein neuer Ort gefunden oder gar fix eingenommen werden kann, solange bis dieser Teil der familiären Beziehungssehnsucht nicht mit den beiden erwachsenen Töchtern prozessiert ist! Im August tagte dann der familiäre Rat in großer Offenheit und Ehrlichkeit, ein gemeinsamer Weg des Austausches entstand auf tieferer Ebene, der Ausgang ist offen und vor allem: der Druck ist raus!

Was nun klar geworden ist als Ausrichtung für die nächste re:nature – Etappe:

  • Die große Vision einer re:nature Bewegung mit vielfältigen Orten und Partnerorganisationen und einer re:nature Community hat Feuer. Das Netzwerk ist am Entstehen. Wir haben dafür Zeit und Herzblut.
  • Die konkrete Suche nach einem Ort in der Schweiz wird pausiert (nicht ganz fallengelassen, aber dort soll im Moment nicht die Energie hinein gesteckt werden). Der Zeitpunkt stimmt noch nicht. Es braucht vorher andere Schritte.
  • Stattdessen werden wir an unserem – ja doch sehr paradiesischen – Platz in Beseland die Ideen, die wir für einen re:nature Campus Schweiz entworfen hatten, umsetzen und vieles ausprobieren: eine Ritualgruppe aus jenen bilden, die den Ort pflegen (also allen „Angestellten“) und erkunden, was sich dadurch am Ort und bei uns verändert. Einzelne Angebote wie die Visionssuche nicht mehr als zu buchende Dienstleistung ausschreiben, sondern gemeinschaftsgetragen zu finanzieren und die Wirkung erforschen. Den Ort ganz als Lern- und Lebensort verstehen – als Campus eben, mit solchen, die Langzeit hier wohnen und solchen, die den Ort auf Zeit mit ihrer Lebenszeit bereichern. Unterkunftszahlungen sind dann nicht weiter Dienstleistungen wie bei einem Hotel, sondern ein gemeinsames Mittragen, dass es diesen Ort so gibt. Also eine Verschiebung des Verständnisses von unserem jetzigen Ort als „eigenem Seminarhaus“ hin zu einem re:nature Campus als gemeinsamem Lern- und Lebensort, als besonderen think- und feeltank für die heutige Zeit. 
  • Die spezielle Beziehung zur Schweiz bleibt. Unser Kernteam mit Dani und Rapha wird weiter Bestand haben, um die beruflichen Ideen in der Schweiz (erstmal unabhängig von einem eigenen Ort in der Schweiz) weiter zu spinnen. Vielleicht tatsächlich erstmal einen re:nature Anlass mitten der Stadt Zürich organisieren? 
  • Und zugleich weitet sich der Blick auf alle von re:nature inspirierten Intiativen in Deutschland und Österreich. Hier entsteht nämlich auch allerhand…
  • Und last but not least: Es muss auch gar nichts Entstehen. Das wichtigste ist nämlich das SEIN. So wollen wir unseren Alltag mehr im entspannten Sein einrichten. Räume für Rückzug haben. Selbst an Ritualen teilnehmen, die uns unsere wirklichen Aufgaben noch klarer vor Augen führen. Denn die Zeiten sind turbulent. Eine tiefe Verankerung und Ausrichtung sind not-wendig, um nicht am eigenen Feuer auszubrennen.

Und so kehrt mit dieser neuen Ausrichtung eine schöne Ruhe ein. Nichts muss, alles darf, zu seiner Zeit, am richtigen Ort. Der erstmal da ist, wo man eben grad ist.

Und das Fazit als Prozessreflexion: Kein Weg ist umsonst. Jeder Umweg erhöht die Ortskenntnis. Beim ersten Visionieren kriegt man die Bedeutung nicht raus, sondern muss den Weg so lange in eine Richtung gehen, bis die innere Logik und Anordnung des komplexen Bildes klar wird. Die Vision eines re:nature Campus Schweiz ist also nicht gleich (oder vielleicht sogar gar nie?) zu realisieren, hat aber als Boost gedient, damit a) die große re:nature Vision aufgetaucht ist, b) der Mut zum Mitvisionieren gefasst wurde und damit ein Anfang für eine re:nature community gebildet werden konnte, hat uns c) klar gemacht, dass der Ort nicht in der Zukunft liegt, sondern vieles davon bereits in der Gegenwart. Unser Haus hat nun endlich ein Türschild bekommen: re:nature Campus Beseland;-) Und schließlich c) dass Beziehungen und Sehnsüchten immer Raum gegeben werden sollte, auch wenn man sich erst scheut, sie auszusprechen. Gerade im nächsten familiären Kontext.

Es ist nie etwas umsonst. 

Ein neuer Blick auf unseren Ort in Norddeutschland als jetziger re:nature Campus

Manchmal stellt man fest, dass das, was man visioniert, eigentlich schon vor den Füssen liegt. Dann zeigt der Prozess, dass es dies zuerst ganz zu würdigen und zu leben gilt. Ob eine Verschiebung in die Schweiz danach stattfindet, steht Stand jetzt noch in den Sternen. Ein Weg kann nur Schritt für Schritt gegangen werden…. Aber wenn wir lesen, was wir im Frühjahr 2026 für den Campus Schweiz formulierten, dann gilt vieles davon schon ganz schön für Beseland:

Ein Kleinod mit grosser Ausstrahlung – denn die Vision ist komplex genug: Gästegebäude mit Seminarraum, Wohnbereich für die Platzhüter:innen, Natur- und Gartenbereiche, waldnah.

Forschung & Ausbildung — Forschung zur zeitgemäßen Anwendung der 5 indigenen Lebensprinzipien, Ausbildungen in re:nature Facilitation und Ritualgestaltung

Think- und Feeltank — Veranstaltungen zu Organisationsentwicklung, Bildung, gemeinschaftsgetragenem Wirtschaften, kollektivem Trauma

Ritualort — tiefe Naturprozesse wie die Visionssuche, Jahreszeitenrituale und Rituale zum Klimawandel

Vernetzungsort — Begegnung für die re:nature-Community und Partner:innen

Lebensort — eine kleine Gemeinschaft hütet den Platz praktisch, energetisch und rituell. Jene, die auf Zeit den Ort mitbeleben, gehören auf Zeit diesem Lebensort.

Wer steht hinter der Vision?

Visionen brauchen Verkörperung

Menschen, die dafür brennen, eine Idee manifeste Wirklichkeit werden zu lassen. Die Vision einer re:nature Bewegung ist einerseits radikal neu. Sie geht aber auch organisch aus den vorangegangenen bald 25 Jahren re:nature institut (vormals uma institut) hervor.

Quellpersonen für das „Renaturierungsprojekt“ auf der Basis von Natur und indigener europäischer Weisheit sind Ursula und David Seghezzi und ihr re:nature institut.

Neben den Pionier:innen braucht es aber auch jene, die daran glauben, dass eine Vision wichtig ist und an ihrer Umsetzung schon am eigenen Ort mitgewirkt haben.

Für die Weiterentwicklung der re:nature-Visionen in der Schweiz wird das Kernteam unterstützt von Daniel Humbel und Raphael Baumann – verbunden durch die Zusammenarbeit in der Anwendung des re:nature – Ansatzes bei Transa Backpacking AG.

Ursula Seghezzi (55) - Gründerin und geistige Architektin

Religionswissenschaftlerin, Ethnologin, Mythenforscherin, Ritualexpertin, Autorin

Ursula gründete 2003 in Luzern das uma institut – den Ursprung des heutigen re:nature instituts. Ihre jahrzehntelange Feldforschung zu den indigenen Wurzeln der europäischen Kulturgeschichte bildet das geistige Fundament des Ansatzes. Ursula hat den re:nature-Kompass entwickelt und verkörpert die Natürliche Ordnung in allem, was sie denkt und tut. Ursula ist in der Schweiz aufgewachsen und hat darum eine besondere Beziehung und Sehnsucht nach ihrer Heimat; zwei ihrer vier Kinder leben aktuell in der Schweiz.

David Seghezzi (46) - Transformationsexperte und Organisationsentwickler

Kulturwissenschaftler, Facilitator, Organisationsberater, Autor

David hat den re:nature-Ansatz für das Feld der Organisations- und Transformationsarbeit entwickelt und über mehr als ein Jahrzehnt in Unternehmen, Netzwerken und Bildungseinrichtungen erprobt. Er schreibt derzeit am Buch über die Anwendung des re:nature-Ansatzes in Unternehmen. Er ist ein leidenschaftlicher Visionär für Noch-Nicht-Gedachtes-aber-durchaus-Mögliches. Gemeinsam führen Ursula und David seit 2013 das re:nature institut mit eigenem Seminar- und Weiterbildungszentrum in Norddeutschland und sind Eltern von zwei Söhnen.

Daniel Humbel (58) - Unternehmer

u.a. langjähriger CEO von Transa Backpacking AG

In einer Welt, in der Religion und Politik als Orientierungssysteme an Bedeutung verlieren, trägt die Arbeit eine große existenzielle Resonanzlast. Die Wirtschaft muss sich entsprechend transformieren.

Die naturzyklische Herangehensweise von re:nature ermöglicht den Unternehmen eine organische Organisations- und Kommunikationsform, um alltägliche Prozesse effizient und transparent zu durchlaufen.

Als Unternehmer und als Visionär unterstütze ich das Projekt re:nature Campus Schweiz dabei, hier in der Schweiz einen fruchtbaren Nährboden zu finden.

Raphael Baumann (40) - Organisationsentwickler

Wirtschaftsinformatiker, Musiker, People & Culture bei Transa Backpacking AG

Viele versuchen sich mit New Work Modellen in die Zukunft zu retten und wollen von ihrer alten Kultur in eine neue Kultur springen und geben dabei dem Weg, dem Prozess, zu wenig Bedeutung. Der re:nature Ansatz ist ein Werkzeug, um genau diesen Raum erlebbar und kommunizierbar zu machen. Raphael verbindet systemisches Denken mit kultureller Kreativität und unterstützt das Projekt re:nature Campus Schweiz dabei im Kontakt zu anderen interessierten Partnern.

Wir freuen uns auf dich!

Kontakt, Ideen, Hilfe...

Hast du Lust, mit uns an der großen re:nature Vision, an diesem großen menschlichen Renaturierungsprojektes mitzuwirken? Dann freuen wir uns über deine Rückmeldungen, deine Hinweise, deine weiterführenden Kompetenzen. Manchmal weiß man, warum. Und manchmal gilt es, eine Information einzuspielen oder eine Hilfe anzubieten, noch ohne zu wissen, warum und wozu genau. Alles ist erstmal herzlich willkommen!
Nach oben scrollen